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Weil sie eine Regenbogenfahne schwenkte …

Zum Tod von Sarah Hegazi

Trauer um Sarah Hegazi.

Sie wurde verhaftet und gefoltert, weil sie eine Regenbogenfahne schwenkte. Nun ist sie tot.

 

„Sarah Hegazi, ägyptische queere feministische Aktivistin. Sie wurde eingesperrt und gefoltert, nachdem sie bei einem Konzert in Ägypten eine Regenbogenfahne geschwenkt hatte. Sarah wurde beschuldigt, „Homosexualität verbreitet und zu Ausschweifungen angestiftet“ zu haben.
Nachdem Sarah verhaftet worden war, war sie während ihrer Zeit im Gefängnis weit verbreiteten Diffamierungskampagnen sowie sexuellen Belästigungen ausgesetzt. Sarah erlitt dann ein schweres psychisches Trauma und verließ schließlich das Land nach Kanada, wo sie im Asyl lebte. Am 14. Juni 2020 beging Sarah Selbstmord, nachdem sie eine bittere Erfahrung gemacht hatte. Viele ihrer Bekannten twitterten: „Sarah hat Selbstmord begangen, weil ihr Ablehnung, Inhaftierung und Entfremdung auferlegt wurde.“ Möge sie an der Macht ruhen. Und unser Beileid an alle, die sie geliebt haben. “
(Text von My Kali, frei ins Deutsche übersetzt)

Ihr Abschiedsbrief:


“To my sisters, I tried to survive and failed, forgive me. To my friends, the experience is harsh and I am too weak to withstand it, forgive me. To the world, you were very cruel, but I forgive.”

#SarahHegazi

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Medienberichte:

► „An die Welt: Du warst grausam!“ – Die Ägypterin Sarah Hegazi kämpfte in ihrem Land für die Rechte von Schwulen und Lesben. Ein Bild zeigt sie bei bei einem Konzert 2017 in Kairo, wie sie ausgelassen eine Regenbogenflagge schwenkt. Wenig später wurde Hegazi verhaftet und im Gefängnis gefoltert. Nach drei Monaten kam sie frei und floh ins kanadische Exil. Doch das Trauma der Repression wurde sie nicht los. Sarah Hegazi beging am 14. Juni in Toronto Suizid.  Monitor (Facebook), 20.6.2020

► Weil sie offen lesbisch lebte, wurde Sarah Hegazi in ihrem Heimatland Ägypten verfolgt und gefoltert. Nach schweren Depressionen hat die queere Aktivistin sich vergangenes Wochenende im kanadischen Exil das Leben genommen. – Noizz, 17.6.2020

► Tragischer Tod einer lesbischen Aktivistin aus Ägypten..Sarah Hegazi war lesbisch, und das ist in ihrer Heimat Ägypten bis heute lebensgefährlich. Weil die junge Frau während eines Konzerts in Kairo 2017 eine Regenbogenfahne schwenkte, wurde sie verhaftet, gefoltert und ausgegrenzt. Nun hat sie sich im Exil in Kanada das Leben genommen. – Neue Züricher Zeitung, 16.6.2020

Zum Tod von Sarah Hegazi. Weil sie auf einem Konzert die Regenbogenflagge schwang, wurde die ägyptische Aktivistin Sarah Hegazi verhaftet. Nun hat sie sich das Leben genommen – taz, 16.6.2020

Trauer um die ägyptische LGBTIQ-Aktivistin Sarah Hegazi. – Tagesspiegel, 16.6.2020

Egyptian LGBT rights activist dies by suicide in Canada after ‚failing to survive‘. – Egypt today, 14.6.2020

 


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