Juli, 2020

03jul18:0019:00Roland HefterKulturlieferdienst - Strassenkultur-Demo18:00 - 19:00 Pavesi Caffé, Türkenstr. 67

Kulturlieferdienst Roland Hefter

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Details

#kulturlieferdienst | Münchner Künstler*innen bieten ein fröhlich-buntes Kultur-Programm. Strassenkunst, Musik und Kultur-Demo.

Roland Hefter

3.7.2020, 18-19 Uhr,
Türkenstraße 67 zw. Blütenstraße und Schellingstraße (autofrei),
Pavesi Caffé
Facebook-Event

S T R A S S E N – K O N Z E R T  /  K U L T U R D E M O

So funktioniert’s:
„In den auf der Straße aufgemalten Kreisen darf sich auch jeweils eine sog. „häusliche Gemeinschaft“ versammeln. Bitte habt Euren Personalausweis damit die Polizei das ggfs. überprüfen kann und meldet Euch per Mail an benjamin.david@isarlust.org mit Eurem „Beziehungsstatus“ (z.B. Familie, WG, feste Beziehung) an.“

Support your local Künstler*in mit einer Spende via paypal.me/kulturlieferdienst


Wir präsentieren hiermit #kulturlieferdienst | ROLAND HEFTER | Türkenstraße 67 zw. Blütenstraße und Schellingstraße. Kuratiert von Juergen Reiter von ORkAaN Music+Art Productions und Benjamin David vom Isarlust e.V. und die urbanauten. Dazu gibt es auch politische Reden. Es handelt sich um eine im KVR angezeigte Versammlung.


Gemeinsam sammeln wir vor Ort und online Spenden für die Münchner Künstler*innen und für Kunst- und Kulturaktionen für die de facto eingesperrten Menschen in den Senioren-, Pflege- und Flüchtlingsheimen und vieler anderer Einrichtungen der Stadt via paypal.me/kulturlieferdienst


Roland Hefter

Roland Hefter
Roland Hefter

Ein Bayer singt vom Leben. Wenn einem jemand glaubwürdig erzählen will, wie das Leben ist, dann muß er echt sein. Echt wie ein ungefiltertes, dunkles Starkbier, bei dem niemand auf die Idee käme, Limo hineinzuschütten oder es mit dem Strohhalm zu genießen. Echt wie Roland Hefter. Wenn er auf der Bühne steht, möchte man meinen, er sei da schon geboren und aufgewachsen und habe nie was anderes in der Hand gehabt als seine Gitarre, mit deren zeitlos einfacher Unterstützung er davon erzählt, was im Leben passiert und wie das Leben ist. Das versuchen freilich viele Liedermacher, aber niemandem gelingt es so wie ihm, weil er anders als viele „Ironiker“ so entwaffnend offen ist, weil er immer den Punkt trifft und stets die Balance hält zwischen Selbstironie, Witz, Blödsinn und dem ernsten (und manchmal sogar sehr ernsten) Kern, der in vielen Geschichten steckt. Weil er genau die richtigen Worte findet, die uns allen manchmal fehlen. Weil er schon mal hinterfotzig, krachert, auch sozialkritisch ist, aber nie zu laut oder gar zornig. Und weil er seine Lieder mit einer derart unwiderstehlichen Leichtigkeit vorträgt, daß spätestens nach einer Minute niemand mehr im Saal ist, der nicht mindestens lächelt oder grinst, und am Ende jeder das Gefühl hat, der Roland sei ein alter Spezl, den man schon seit dem Kinderhort kennt.

Das Schönste daran ist natürlich, daß das alles kein Theater, sondern echt ist. Echt wie Roland Hefter selbst, seine Liebe zu den Menschen, zum Leben, zur Musik, zum Frohsinn, und sein unverbrüchlicher Optimismus. Daß wir alle nur einmal auf der Welt sind, daß Spaß und Freude wichtiger sind als Geld, – das weiß ja eigentlich jeder. Man vergißt es halt bisweilen, und dann ist es gut, wenn einen jemand daran erinnert, dem man so was abnimmt. Da darf es auch gern mal zweideutig werden und die Grenze zum Derben touchieren, Schließlich prägt und trägt all das unser alltägliches Leben; um so besser, wenn jemand ein Lied draus macht. Roland Hefter spielt alleine und mit seiner Band Isarrider, auf Kabarettbühnen ebenso wie im Musikantenstadl, beim Dorfwirt, in der Kultkneipe und im Circus Krone, auf Festivals, in Funk und Fernsehen, Berlin, Kambodscha und Kamerun. Er war als Schauspieler in den Kultserien „München 7“ und „Der Kaiser von Schexing“ zu sehen, hat diverse Preise gewonnen und ist trotzdem immer geblieben, was er immer war: echt.

Infos-Links:
Roland Hefter


#kulturlieferdienst – Was ist das denn?

12 Wochen haben wir nun alle mehr oder weniger zu Hause verbracht. Das war und ist gut und richtig so. Es gilt in Zeiten der weltweiten Pandemie das Leben unserer Großeltern, gesundheitlich Angeschlagener aber auch der Helfer*innen in den Kliniken, Pflegeheimen und anderen sog. systemrelevanten Einrichtungen unser Stadt, unseres Landes, unseres Planeten zu schützen. Der „Lockdown“ war alternativlos. Wir danken der Politik und den Behörden für ihre mutigen Schritte und wir danken allen Bürger*innen, die sich so streng an die Abstandsgebote und Schutzmaßnahmen gehalten haben und halten. Nur so wird das möglich, was die Politik seit kurzem ermöglicht: eine vorsichtige Wiedereröffnung des öffentlichen Lebens in München.

Die Münchner Künstler*innen stehen derweil – schon im Normalfall mit meist prekärem Einkommen – mit dem eingesperrten Rücken zur Wand ihrer zu kleinen Wohnungen. Ausgesperrt aus geschlossenen Kultureinrichtungen und von untersagten Kulturveranstaltungen durch die weltweite Seuche improvisieren sie mit Wohnzimmerkonzerten vor mehr oder weniger viel virtuellem Publikum weitgehend ohne Einnahmen irgendwo im digitalen Zwischenraum. Während gleichzeitig der Autoverkehr in München um 40-60% zurückgegangen ist.

Moment.

Wirklich.

Um so viel?

Jup. An den amtlichen Meßstationen der Stadt München ist der Autoverkehr in den letzten Wochen um 40-60% zurückgegangen.

So liegt es nahe eins und eins zusammenzuzählen. Kunst kommt im Rahmen des seit dem 4.5.2020 gelockerten Bayerischen Versammlungsrechts zu Euch und Ihnen vor die Haustür. Die Autostraßenspuren werden so zur Bühne für Reden und Musik. Radwege und Fußwege bleiben für den Stadtverkehr frei. Fenster und Balkone der Anwohner*innen und Anlieger*innengeschäfte werden die Ränge eines urbanen Konzertsaales. Auf der Straße können sich in abmarkierten Kreidekreisen bis zu 100 Personen versammeln – wenn sie gleichzeitig die aktuellen Abstandsgebote einhalten.

Das ist kein Witz.

Das meinen wir ernst.

Bitte haltet Euch dran.

Max. 100 Personen können sich derzeit im Zuge der Dritten Allgemeinverfügung des Freistaats Bayern im öffentlichen Raum versammeln:
1. Mit 1,5 Meter Mindestabstand (sicherheitshalber machen wir 4-5 Meter)
2. jeglicher Körperkontakt ist zu vermeiden
3. mit Mund-Nasen-Schutz (dieser fällt NICHT unter das Vermummungsverbot)
4. unter freiem Himmel und ortsfest, für höchsten 60 Minuten.
5. In den auf der Straße aufgemalten Kreisen darf sich auch jeweils eine sog. „häusliche Gemeinschaft“ versammeln. Bitte habt Euren Personalausweis damit die Polizei das ggfs. überprüfen kann und meldet Euch per Mail an benjamin.david@isarlust.org mit Eurem „Beziehungsstatus“ (zB Familie, WG, feste Beziehung) an.

Liebe Radler*innen, liebe Passant*innen, bleibt bitte NICHT stehen. Wenn Ihr auch ein Konzert genießen wollt: schreibt uns doch eine Nachricht an benjamin.david@isarlust.org, wir kommen dann gerne auch bei Ihnen und Euch vor dem Fenster vorbei. Und klar: es wäre schön, wenn Ihr die beteiligten Künster*innen dann mit einer Spende unterstützt.

Um es nochmal ganz deutlich zu sagen. Kommt gerne vorbei – aber nur bis wir 100 Leute sind. Schaut aus Euren Fenstern. Oder genießt auf unserer FB-Seite Kulturlieferdienst den Livestream von vor Ort – diesmal über WLAN mit Bild und Ton in guter Qualität. Wenn mehr als 100 Menschen auf die Straße kommen und damit die von der Bayerischen Staatsregierung vorgegebene Höchstzahl an Teilnehmer*innen überschritten wird, werden wir ggfs. die Versammlung und die Musik sofort nach Rücksprache mit der/ dem Polizeieinsatzleiter*in abbrechen.

Mit dem Virus ist nicht zu spaßen. Mit dem Leben und der Gesundheit unserer Großeltern, gesundheitlich Angeschlagener aber auch dem Leben und der Gesundheit der Menschen, die aktuell Erkrankte betreuen ist nicht zu spaßen.

Laßt uns uns gemeinsam “locker machen”, die Müncher Künstler*innen unterstützen, aber auch für die Isolierten in Quarantäne Musik vor dem Fenster möglich machen und gleichzeitig streng an die sinnvollen Regeln des Infektionsschutzes halten.

Unterstützer*innen / VeranstalterInnen:
Die Münchnerin
die urbanauten auf Facebook
Isarlust e.V. auf Facebook
Kulturlieferdienst München auf Facebook
Kulturstrand auf Facebook


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Support für Foto, Grafik und Öffentlichkeitsarbeit:
Sabine M. Mairiedl | die-muenchnerin.de


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Zeit

(Freitag) 18:00 - 19:00

Ort

Pavesi Caffé

Türkenstr. 67

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