Juni, 2020

24jun18:0019:00Philip Bradatsch & BandKulturlieferdienst - Strassenkultur-Demo18:00 - 19:00 Tegernseer Platz (autofrei), Tegernseer Platz

Philip Bradatsch - Kulturlieferdienst

MEHR lesen ...

Details

#kulturlieferdienst | Münchner Künstler*innen bieten ein fröhlich-buntes Kultur-Programm. Strassenkunst, Musik und Kultur-Demo.

Philip Bradatsch & Band

24.6.2020, 18-19 Uhr, Tegernseer Platz (autofrei),
81541 München
Facebook-Event

S T R A S S E N – K O N Z E R T  /  K U L T U R D E M O

So funktioniert’s:
„In den auf der Straße aufgemalten Kreisen darf sich auch jeweils eine sog. „häusliche Gemeinschaft“ versammeln. Bitte habt Euren Personalausweis damit die Polizei das ggfs. überprüfen kann und meldet Euch per Mail an benjamin.david@isarlust.org mit Eurem „Beziehungsstatus“ (z.B. Familie, WG, feste Beziehung) an.“

Support your local Künstler*in mit einer Spende via paypal.me/kulturlieferdienst


Hinweis:

Sollte die Versammlung kurzfristig verschoben werden müssen, weil das Wetter nicht mitspilet oder die Behörden die Versammlungsanzeige nicht rechtzeitig bearbeiten können, informieren wir Euch in der „Facebook-Veranstaltung“ über einen Alternativtermin.


Rückblick / Livemitschnitt:


Präsentiert vom #kulturlieferdienst | Organisiert von Benjamin David vom Isarlust e.V. und die urbanauten und Juergen Reiter von ORkAaN Music+Art Productions.


Philip Bradatsch

…ist wohl das Ungeheuerlichste, was die deutsche Indie-Szene in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Einer mit Attitüde, einer, der Haltung einnimmt. Zwar sind ihm aktuelle Hörgewohnheiten oder Playlists mitnichten egal, nur bedienen will er sie eben nicht. Stattdessen führt er sie mit kryptischen, dylanesken Versatzstücken vor, erschafft einen Sog aus Bildern, Räumen und Stimmen. Und überquert auch mal unverfroren die Wohlfühlgrenze.

Dann haut er sie raus, die verwerflichen Gefühle, die so wahrhaftig sind, dass niemand sie zugeben mag. Nicht mal vor der Arroganz hat er Angst, und schon gar nicht vor der deutschen Sprache, wie er nun auf seinem neuen Album „Jesus von Haidhausen“ (Trikont, 13. März 2020) erstmalig eindrucksvoll unter Beweis stellt. Nach dem ersten Zusammenzucken denkt man, der traut sich was, aber sympathisches Understatement ist nicht Philip Bradatschs Sache. Hinterher ist man froh, mit manch unliebsamem Gefühl nicht alleine dazustehen. Und man ist beseelt von der musikalischen Fülle.

Denn Philip Bradatsch wartet mit Überraschungen auf, seine Songs ziehen langsam herauf, beklemmen, bäumen sich wütend auf und lösen sich im nächsten Moment in wundervolle Harmonien auf. Zwischen düster-bedrohlichen Klangwelten plötzlich ein lakonischer Schmunzler, im dumpfen Weltschmerz auf einmal eine Zärtlichkeit, die einem warm ums Herz werden lässt.

Und hinter ihm rumpeln, ächzen und rocken die fabelhaften Cola Rum Boys, dass es eine wahre Freude ist. Solo oder im Band-Kollektiv, am Ende ist Philip Bradatsch wohl das, was sich so lange niemand zu vermissen getraut hat: Rock’n’Roll.

Infos:
www.philipbradatsch.com


Gemeinsam sammeln wir vor Ort und online Spenden für die Münchner Künstler*innen und für Kunst- und Kulturaktionen für die de facto eingesperrten Menschen in den Senioren-, Pflege- und Flüchtlingsheimen und vieler anderer Einrichtungen der Stadt via paypal.me/kulturlieferdienst


#kulturlieferdienst – Was ist das denn?

12 Wochen haben wir nun alle mehr oder weniger zu Hause verbracht. Das war und ist gut und richtig so. Es gilt in Zeiten der weltweiten Pandemie das Leben unserer Großeltern, gesundheitlich Angeschlagener aber auch der Helfer*innen in den Kliniken, Pflegeheimen und anderen sog. systemrelevanten Einrichtungen unser Stadt, unseres Landes, unseres Planeten zu schützen. Der „Lockdown“ war alternativlos. Wir danken der Politik und den Behörden für ihre mutigen Schritte und wir danken allen Bürger*innen, die sich so streng an die Abstandsgebote und Schutzmaßnahmen gehalten haben und halten. Nur so wird das möglich, was die Politik seit kurzem ermöglicht: eine vorsichtige Wiedereröffnung des öffentlichen Lebens in München.

Die Münchner Künstler*innen stehen derweil – schon im Normalfall mit meist prekärem Einkommen – mit dem eingesperrten Rücken zur Wand ihrer zu kleinen Wohnungen. Ausgesperrt aus geschlossenen Kultureinrichtungen und von untersagten Kulturveranstaltungen durch die weltweite Seuche improvisieren sie mit Wohnzimmerkonzerten vor mehr oder weniger viel virtuellem Publikum weitgehend ohne Einnahmen irgendwo im digitalen Zwischenraum. Während gleichzeitig der Autoverkehr in München um 40-60% zurückgegangen ist.

Moment.

Wirklich.

Um so viel?

Jup. An den amtlichen Meßstationen der Stadt München ist der Autoverkehr in den letzten Wochen um 40-60% zurückgegangen.

So liegt es nahe eins und eins zusammenzuzählen. Kunst kommt im Rahmen des seit dem 4.5.2020 gelockerten Bayerischen Versammlungsrechts zu Euch und Ihnen vor die Haustür. Die Autostraßenspuren werden so zur Bühne für Reden und Musik. Radwege und Fußwege bleiben für den Stadtverkehr frei. Fenster und Balkone der Anwohner*innen und Anlieger*innengeschäfte werden die Ränge eines urbanen Konzertsaales. Auf der Straße können sich in abmarkierten Kreidekreisen bis zu 100 Personen versammeln – wenn sie gleichzeitig die aktuellen Abstandsgebote einhalten.

Das ist kein Witz.

Das meinen wir ernst.

Bitte haltet Euch dran.

Max. 100 Personen können sich derzeit im Zuge der Dritten Allgemeinverfügung des Freistaats Bayern im öffentlichen Raum versammeln:
1. Mit 1,5 Meter Mindestabstand (sicherheitshalber machen wir 4-5 Meter)
2. jeglicher Körperkontakt ist zu vermeiden
3. mit Mund-Nasen-Schutz (dieser fällt NICHT unter das Vermummungsverbot)
4. unter freiem Himmel und ortsfest, für höchsten 60 Minuten.
5. In den auf der Straße aufgemalten Kreisen darf sich auch jeweils eine sog. „häusliche Gemeinschaft“ versammeln. Bitte habt Euren Personalausweis damit die Polizei das ggfs. überprüfen kann und meldet Euch per Mail an benjamin.david@isarlust.org mit Eurem „Beziehungsstatus“ (z.B. Familie, WG, feste Beziehung) an.

Liebe Radler*innen, liebe Passant*innen, bleibt bitte NICHT stehen. Wenn Ihr auch ein Konzert genießen wollt: schreibt uns doch eine Nachricht an benjamin.david@isarlust.org, wir kommen dann gerne auch bei Ihnen und Euch vor dem Fenster vorbei. Und klar: es wäre schön, wenn Ihr die beteiligten Künster*innen dann mit einer Spende unterstützt.

Um es nochmal ganz deutlich zu sagen. Kommt gerne vorbei – aber nur bis wir 100 Leute sind. Schaut aus Euren Fenstern. Oder genießt auf unserer FB-Seite Kulturlieferdienst den Livestream von vor Ort – diesmal über WLAN mit Bild und Ton in guter Qualität. Wenn mehr als 100 Menschen auf die Straße kommen und damit die von der Bayerischen Staatsregierung vorgegebene Höchstzahl an Teilnehmer*innen überschritten wird, werden wir ggfs. die Versammlung und die Musik sofort nach Rücksprache mit der/ dem Polizeieinsatzleiter*in abbrechen.

Mit dem Virus ist nicht zu spaßen. Mit dem Leben und der Gesundheit unserer Großeltern, gesundheitlich Angeschlagener aber auch dem Leben und der Gesundheit der Menschen, die aktuell Erkrankte betreuen ist nicht zu spaßen.

Laßt uns uns gemeinsam “locker machen”, die Müncher Künstler*innen unterstützen, aber auch für die Isolierten in Quarantäne Musik vor dem Fenster möglich machen und gleichzeitig streng an die sinnvollen Regeln des Infektionsschutzes halten.

Gastgeber*innen & Unterstützerinnen:
Die Münchnerin
die urbanauten auf Facebook
Isarlust e.V. auf Facebook
Kulturlieferdienst München auf Facebook
Kulturstrand auf Facebook


Lesen Sie auch …

Kulturlieferdienst
Kulturstrand
Weitere Termine im Veranstaltungskalender
Support Masken für München …


Support für Foto, Grafik und Öffentlichkeitsarbeit:
Sabine M. Mairiedl | die-muenchnerin.de


  • Hat Dir dieser Beitrag gefallen?

    Wenn Du meine Arbeit für DIE MÜNCHNERIN unterstützen möchtest, freue ich mich über eine kleine wertschätzende Spende. >>> PayPal-Spende

 

Zeit

(Mittwoch) 18:00 - 19:00

Ort

Tegernseer Platz (autofrei)

Tegernseer Platz

Nach oben scrollen
X